Blog von Artus, Angel und Cleo

Nun zu einem Thema, was mir wirklich sehr am Herzen liegt und zwar die artgerechte Ernährung des Hundes bzw. auch der Katzen natürlich.

Was heißt "artgerecht" in diesem Sinne? Nun - dazu muss man wohl erst mal auf den Vorfahren unserer heutigen Haushunde zurückblicken: den Wolf. Der Wolf ist bekanntermaßen ein Carnivor, d.h. ein Fleischfresser. Ein Wolf jagt und erlegt ganze Beutetiere und frißt komplett alles von der Jagdbeute auf inkl. Fell/Knochen und Innereien - wovon er diese Innereien nur frißt, wenn nix anderes mehr da ist und der Hunger groß ist. Zuallererst werden also Muskelfleisch und Knochen gefressen. An Grünzeug jeder Art geht ein Wolf nur, wenn er keine Tiere erlegen konnte, da bevorzugt er Beeren und Früchte.

Der Wolf ernährt sich also artgerecht durch Fleischfressen.

Hat sich der Verdauungstrakt unseres Hundes durch Domestikation verändert? NEIN - überhaupt nicht, auch der Hund ist ein Karnivor also ein Fleischfresser! Das sieht man schon deutlich am Gebiss des Hundes.

Wie ernährt man einen Hund also richtig artgemäß: Richtig - natürlich mit Fleisch und etwas Obst/Gemüse, denn ein Wolf bzw. Hund geht wohl kaum in ein Getreidefeld und schlägt sich dort den Bauch voll.

Nun zu der Frage : was ist in Fertigfutter, was von Tierärzten und der Futtermittelindustrie so propagiert wird, eigentlich alles drin. Dazu muss man erst mal wissen, wie das Futter zubereitet wird. Nun, die Zutaten (auf die ich gleich noch einzeln eingehe) werden erhitzt und zwar sehr hoch erhitzt. Natürlich wird dem Futter dadurch jedes natürliche Vitamin entzogen. Folge: die Vitamine müssen nach dem Garen wieder zugefügt werden - meist durch künstliche Vitamine. was natürlich nicht besonders gesund sein kann. Auch der Mensch sollte seine Vitamine ja eher durch Frischkost zu sich nehmen anstatt durch Vitaminpillen. Außerdem wird im Hundefutter u.a. auch Vitamin K 3 (Menadion) zugestzt, was oftmals nicht auf der Packung angegeben wird. Ich habe bei diversen Futtermittelherstellern konkret nachgefragt und oft die Antwort bekommen: wir verwenden Menadion, weil es ist ja nachgewiesenermaßen nur beim Menschen krebserregend! Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen oder? Menadion oder Vit K3 ist in DE für den Menschlichen Verzehr nicht zugelassen! Aber unsere Hunde sollen das bedenkenlos fressen?

Na ja nun aber zu den anderen Zutaten im Fertigfutter: die Hauptzutat ist Getreide, egal in welcher Form auch immer. Dadurch das die Hersteller die einzelnen Getreidesorten einzeln aufführen wird zuesrt auf der Tüte das Fleischmehl stehen. Das ist in Deutschland so auch erlaubt. Übrigens müssen, auch wenn die einzelnen Zutaten zusammengestellt werden,  Konservierungsstoffe nicht angegeben werden die bereits VOR der verarbeitung drin sind. 

Weitere Zutaten außer Getreide: Fleischmehl und tierischen Nebenerzeugnisse. Tierische Nebenerzeugnisse sind oft Schnäbel, Krallen, sogar Urin und Kot, federn u.ä..

Sie werden jetzt schon mitbekommen haben worauf ich hinauswill: Fertigfutter kann auf Dauer einfach nicht gesund sein. Tierärzte übrigens, die Fertigfutter vertreiben, verdienen an jedem einzelnen verkauften Futtermittel zusätzlich. Also werden die meisten TÄ auch dieses propagieren.

Ich selber habe nach langem Nachdenken die Ernährung meiner Hunde radikal umgestllt und zwar auf Rohfleischfütterung.

Sie werden jetzt erschreckt aufschreien: da sind doch Bakterien und Parasiten drin (Beispiel salmonellen) und überhaupt: macht rohes Fleisch Hunde nicht agressiv? Und Knochen, die splittern doch und schneiden dem Hund innerlich alles auf.

Natürlich sind in rohem Fleisch Bakterien drin ABER: der Verdauungstrakt eiens Hundes ist sehr agressiv - er ist darauf ausgelegt mit Bakterien spielend fertigzuwerden. Ein gesunder Hund wird damit ohne weiteres fertig.

Was die Agressivität betrifft: Jenny war Schulbesuchshund   Beide Hunde wurden auf ihre Agressivität wesensgetestet und sie sind auch nach der Rohfleischfütterung nicht agressiver geworden.Lach doch sie sind scharf geworden: auf ihre nächste Mahlzeitig waren sie immer scharf seitdem! Das ist ein Ammenmärchen, kann man getrost beiseite schieben - auch der Jagdtrieb wird nicht verstärkt - sondern eher im Gegenteil, da die Tiere jetzt ja eher satt werden als mit Fertigfutter (Jenny liess sogar mal was über im Napf ).

Mit den Knochen: richtig, Knochen können splittern ABER nur dann, wenn sie gekocht werden, denn daurch werden Knoche spröde und porös. Knochen können allerdings auch roh zu Verstopfungen führen, nämlich wenn zuviel davon gefüttert wird und wenn der Hund direkt nach dem Beginn vom Barfen zuviel davon bekommt. Der Verdauungstrakt muss sich nach jahrelanger Trockenfutterung bzw. Dosenfutter erst wieder an Knochen gewöhnen. Man hört ja auch immer wieder, das mit Fefu versorgte Hund Knochen wieder erbrechen und sie scheinbar nicht vertragen. Ich sage deshalb scheinbar, weil auch Dando früher immer nach Knochen gebrochen hat. Seit ich komplett auf Barf umgestellt habe, verträgt er jeden Knochen ohne Probleme: sein Magen produzierte wieder genügend Magensäure um damit spielend fertig zu werden.

Ich war anfangs sehr skeptisch, was die Rohfütterung betrifft: bekommen die Tiere wirklich alles oder können sie eine Mangelernährung bekommen?. Ich dachte wirklich, es ist mühsam und aufwändig, die Tiere so zu ernähren, das sie alle Vitamine und Nährstoffe bekommen, die sie zum Gesund bleiben brauchen. Mittlerweile weiß ich aber, das es meinen Hunden deutlich besser geht, als jemals zu Fefu Zeiten. das Fell glänzt und die Verdauung ist optimal. So kleine Häufchen habe ich noch nie gesehen.

Was mir letztlich mein schlechtes Gewissen endgültig nahm: ich selber ernähre mich meist gesund (abgesehn von der Schokolade grins) und meine Hunde mussten aus der Dose bzw. der Tüte leben. Ich habe, wie fast jeder Hundehalter, diverse Sorten Fertigfutter ausprobiert und immer ein etwas ungutes Gefühl dabei gehabt. Durch einen Zufall geriet ich dann an www.gesundehunde.com und www.barfers.de und da wurde mir erst klar WAS mir dieses konstant ungute Gefühl bescherte.

So fing ich Anfang 2005 an, frisches Fleisch zuzufüttern. Eine komplette Umstellung traute ich mich da noch nicht, zu groß war meine Unsicherheit bezügl. Mangelernährung usw. Die Fertigfutterindustrie macht einem ja auch konstant ein schlechtes Gewissen durch ihre Medienauftritte usw.

Morgens gabs also nach wie vor Trockenfutter und abends dann Fleisch und etwas später auch Knochen.

Es dauerte nur recht kurze Zeit bis ich feststellen musste: Dando und Jenny stanken beide vom Fell her fürchterlich und ihre Augen waren schleimig und die Ohren dreckig. Ich war entsetzt! Was war das denn nun wieder? Ich ging in das gesundehundeforum und fragte mich schlau. Die Lösung des Problem war ganz einfach: die Hunde entgifteten das jahrelange Fertigfutter. Der Körper fing an, sich selbst zu reinigen. Nun machte ich mir Gedanken: der Körper entgiftet einerseits und andererseits fügte ich ihm ständig wieder neues "Gift" zu - das kann ja auch nicht gesund sein. Also entschloss ich mich nun doch, meinen ganzen Mut zusammenzunehmen und komplett auf Barf umzustellen. Und ich muss sagen, ich habe es bis heute nicht bereut. Es dauerte noch einige Wochen, bis der Dreck aus den Ohren und der Gestank verschwanden. Das Fell der Hunde glänzte wie nie zuvor und die Ohren waren auch wieder sauber..grins Die Verdauung ist optimal: die Hunde machen jeder am tag max. 2x einen kleinen Haufen. Und zwar eher in der Größe von Dackeln, als von Schäferhundhaufen.Die Farbe des Kotes ist fast schwarz, was bedeutet, das das Futter komplett verwertet wird. es gibt zwar auch mal Durchfall aber das liegt an der Fettigkeit bzw. daran, das halt nicht jeder Hund alles komplett verträgt. Dando reagierte auf Rinderherz mit Durchfall, Jenny auf zuviel Leber.

Mittlerweile habe ich auch eine "Quelle" gefunden wo ich ab und an frische Rinderunterbeine komplett mit Fell und Huf herbekomme. Das muss aber nicht unbedingt sein, keine Sorge...grins Jenny schmeckte es hervorragend, nur Dando mochte es nicht so.

Insgesamt gesehen hat es sich gelohnt, die Ernährung umzustellen. Weitere positive Aspekte: ich konnte die Ernährung von Jenny auf ihre Arthrose in der Hüfte angleichen, denn bei HD oder anderen Gelenkkrankheiten soll man auf Getreide verzichten, was bei Fertigfutter kaum möglich ist. Und das Erstaunlichste: sogar Jenny wird satt - sie bettelt nicht mehr jeden Menschen an. Sie läßt sogar mal was im Napf! Na ja und das schmatzen, wenn sie ihr Fleisch verzehren ist kaum zu überhören. im großen und Ganzen schmeckt es deutlich besser! Allerdings hat sich Dandos Mäkelei was Futter betrifft, noch etwas verschlimmert - er frißt jetzt gar kein Gemüse mehr und auch keine Milchprodukte! er rührt es dann nicht an. Trockenfutter mag er auch nicht mehr. Das hat mir eine ganze Zeitlang wirklich Sorgen gemacht denn der Hund braucht doch auch etwas Gemüse und so - oder doch nicht? Dann eines Tages fraß er doch was: und zwar Gemüse pur - es konnte gar nicht genug sein. Nun ja ich freute mich, denn nun dachte ich ja, ich könnte ihm künftig auch Gemüse mit unters Futter tun, doch weit gefehlt - bereits am nächten Tag verweigerte er wieder. Wieder fragte ich im Forum ob das nicht ungesund ist usw. Der rat von den netten Mitgliedern war: hör auf den Hund und deinen Bauch. Der Hund weiß schon, was er braucht und was nicht. Gut im Moment bekommt er also kein Gemüse, stattdessen gibts öfter Grünen Pansen und siehe da - Dando sieht glänzend aus und ist aktiver denn je! Es kann also nicht verkehrt sein.

Ich bin mittlerweile echt gelassen geworden bei der Ernährung, denn es kommt ja auch nicht darauf an, das der Hund jeden tag alle Vitamine und Nährstoffe bekommt, sondern innerhalb meherer Wochen.

Ich freue mich jeden Tag darüber, wie es den Tieren schmeckt und bekommt! Und auch wichtig dabei: mein Gewissen ist gut! Genauso wie mein gefühl - ich weiß das ich endlich den richtigen Weg gefunden habe! Und von den Kosten her: es ist nicht teurer als ein "gutes" Fertigfutter. ich bezahle im Monat für insgesamt 70 kilo Hund ca. 80 Euro. Und dabei hatte Dando übrigens jetzt auch mal zugenommen und sieht nicht mehr so klapperdürr aus und Jenny ist schon fast zu dick geworden ;)

Nun zu dem Ernährungsplan:

jeder Hund erhält ca. 2-4 % seines Körpergewichts als Gesamtmenge (also inkl. Zusätze).

Mein Plan sieht so aus:

Montag: morgens Rinder/gemüsemix je Hund ca. 500 g

            abends: Hühnerhälse je Hund ca. 300 g

Dienstag: morgens: grüner pansen

              abends: Kalbsbrustbein

Mittwochs ganzer tag fasten

Donnerstag morgens: Rinder/gemüsemix

                 abends: je Hund einen Putenhals

Freitags: morgens: Euterfleisch

             abends: Rinderkehlkopf

Samstag: grüner pansen oder Blättermagen

             Rinderunterbein

Sonnatg: Saumfleisch mit etwas Leber oder Niere vermischt

               Rinderunterbein

Die Fleischmahlzeiten werden zweimal wöchentlich mit etwas Lein oder Distelöl aufgepeppt, dazu ab und an etwas Quark oder Yoghurt/Buttermiclch/Ziegenmilch

Das Fleisch darf übrigens auch genaus aus Geflügelfleisch/Knochen bestehen und ab und an Fisch (ganzer lachs, seelachsfilets oder sardinen) Ab und an kaufe ich auch mal das tiefgefrorene Hühnerklein als Knochenmahlzeit (500 g für 49 cent) oder als extra Hühnerherzen/mägen oder Hühnerleber anstatt Rinderleber. Was allergische Hunde am Besten vetragen ist meistens Pferdefleisch. Erlaubt ist eigentlich jede Fleischsorte außer rohem schweinefleisch. denn in diesem kann der Aujetzky Virus schlummern, was dem Menschen nix tut, aber das zentrale Nervensystem der Hunde angreift und zum Tode führt. Ich hatte übrigens auch schon Kaninchenfleisch für die Hunde oder auch Lamm. erlaubt ist wirklich alles. man sieht also daran - es ist gar nicht so schwierig die Tiere gesund und abwechslungsreich zu füttern, ohne großen Aufwand! Es gibt meiner Meinung nach nix Besseres! Übrigens ist mir bei Jenny noch was positives aufgefallen: vor der Futterumstellung sind ihr oft mal Krallen vorne abgebrochen: das ist jetzt seit Umstellung nicht mehr passiert! Und die Zähne beider Hunde sind so blendend weiß, als wären sie gerade mal ein Jahr alt - sie haben keinerlei Zahnstein mehr!

Sie sollten sich also wirklich einmal Gedanken machen über die Ernährung des ihnen anvertrauten Lebewesens "Hund", der ja ihr bester Freund ist! Einfach mal in sich gehen und überlegen und dann entscheiden: Ist mein bester Freund mir das wert?

Ich bin mir sicher das er das ist!

In diesem Sinne ein fröhliches Huhuhuhu von Jenny


Übrigens habe ich Dark Angel bereits von Welpe an - mit 9 Wochen - gebarft und bereits beim vorröntgen gesagt bekommen, das sie Traumhüften und Ellenbogen habe. Sie ist kerngesund hatte noch nie Durchfall oder Erbrechen - auch keine Infektionskrankheiten. Das Fell glänzt und sie ist Fit. Ich muss zugeben - anfangs hatte ich bedenken einen Welpen richtig zu ernähren - war aber gar nicht so schwierig - das Einzige was anders war als beim erwachsenen Hund war der CA Bedarf  - es gab sehr viel Hühnerklein um das abzudecken...

Also keine Angst!

Auch ihre Welpen bekamen Barf und haben es alle super vertragen und alle bis jetzt - gesund ;)